Vielleicht kennst Du das
Erkennst Du Dich?
Viele Geschichten ähneln sich erstaunlich stark: lange Wege, unauffällige Befunde und das Gefühl, die eigenen Schmerzen ständig erklären zu müssen. Wenn Du Dich hier wiederfindest, liegt das nicht an Deiner Wahrnehmung, sondern daran, wo bisher hingeschaut wurde.
Zum Verstehen
Warum Schmerzen bei Frauen oft übersehen werden
1
Starke Regelschmerzen gelten noch immer als normal
Bis zur Diagnose vergehen oft Jahre, nicht weil die Ursache selten ist, sondern weil zu früh aufgehört wird zu fragen. Bei Endometriose vergehen häufig viele Jahre bis zur Diagnose. Starke Regelschmerzen gelten noch immer als etwas, das dazugehört. Das führt dazu, dass Frauen aufhören zu fragen und mit den Schmerzen leben, statt sie behandeln zu lassen.
2
Ein unauffälliger Befund bedeutet nicht, dass es keine Ursache gibt
Schmerz entsteht nicht nur dort, wo etwas sichtbar ist. Entzündungsgeschehen, ein überreiztes Nervensystem, Verspannungen im Beckenboden und hormonelle Muster spielen zusammen. Ein unauffälliger Ultraschall schliesst nichts davon aus.
3
Schmerzen beim Sex sind ein eigenes Thema
Viele Frauen haben Schmerzen beim Sex, aber gefragt wird danach fast nie. Die Ursachen reichen von Trockenheit über Verspannungen des Beckenbodens bis zu Endometriose oder Vernarbungen nach einer Geburt. Weil das Thema in der Sprechstunde selten angesprochen wird und viele Frauen es von sich aus nicht ansprechen, bleibt es oft jahrelang unbehandelt. Das, obwohl sich in den meisten Fällen etwas machen lässt.
4
Warum der Zusammenhang mehr erklärt als der einzelne Befund
Wenn jede Untersuchung für sich unauffällig ist, liegt die Antwort meistens im Zusammenspiel. Hormonelle Muster, Entzündungsgeschehen, Beckenboden und Nervensystem werden fast immer getrennt betrachtet von verschiedenen Fachpersonen, zu verschiedenen Zeitpunkten. Jeder einzelne Befund kann dabei unauffällig sein, während sich erst im Gesamtbild zeigt, was die Schmerzen unterhält.
Was Du tun kannst
Was hilft
Solange keine Erklärung auf dem Tisch liegt, hilft vor allem eines: systematisch vorgehen statt abwarten. Die folgenden Punkte verkürzen den Weg zu einer Diagnose und einige davon lindern schon, bevor sie feststeht.
Meine Empfehlung
Womit ich bei Dir anfangen würde
Du hast wahrscheinlich schon einiges abklären lassen. Was meist fehlt, ist jemand, der sich die Befunde in Ruhe mit Dir zusammen ansieht und sagt, was untersucht wurde, was fehlt und welche Frage als Nächstes dran ist.
Zum Weiterlesen
Argumente für Dein nächstes Gespräch
Warum eine Endometriose-Diagnose im Schnitt Jahre dauert, was ein unauffälliger Befund wirklich aussagt und wonach Du gezielt fragen kannst. Wissen, mit dem Du beim nächsten Termin anders auftrittst.
Häufige Fragen
Was Frauen vor diesem Weg wissen wollen
Kannst Du Endometriose diagnostizieren?
Was, wenn ich schon alles abgeklärt habe?
Bekomme ich Schmerzmittel verschrieben?







